Marinekameradschaft Koblenz von 1896 e.V.
Mitglied im Deutschen Marinebund und im Reservistenverband. Partnerschaftlich verbunden mit der Amicale de la Marine de Dijon

AKTUELLES

 

 

19.04.2021

 

Neues zur ex “Koblenz”

 

Der Kontakt zum “Deutschen Marinemuseum Wilhelmshaven” ist

sehr erfolgreich hergestellt, wenn Reisemöglichkeiten bestehen,

wird es einen “Team- Austausch” geben.

Die deutsche Seite hat inzwischen offiziell zugestimmt, das Boot

nicht verschrotten zu lassen, sondern als Museumsschiff zu erhalten.

 

In dieser Sache bin ich in engem Kontakt zum hiesigen Marine-

Oberbefehlshaber, unserem Buergermeister und KAdm Hoch, dem

Kuratoriumsvorsitzenden des Deutschen Marinemuseums.

 

Leider hat sich bisher die Lürssenwerft als Nachfolger der ursprünglichen

Bauwerft noch nicht gemeldet, da bin ich noch “am Ball”.

 

Aus heutiger Sicht ist es wahrscheinlich, dass die ex “Koblenz”

zum Ende dieses Jahres als Museumsschiff eröffnet werden kann.

 Minenjagdboot Koblenz / Suduvis

Unsere „alte Dame“ die Koblenz existiert noch und es gibt sogar Neuigkeiten.

Das Schiff soll, laut einer Mail aus Klaipeda, Museumsschiff werden.

 

Ich bin Dirk BohIlmann, pensionierter Fregattenkapitän der Bundesmarine, ich lebe seit 20 Jahren in Klaipeda/Memel- Litauen.

Warum?

Meine letzte “Mission” vor meiner Pensionierung war die Entsendung als Militärischer Berater der Oberbefehlshaber der drei Baltischen Marinen, Estlands, Lettlands und Litauens. Meine Aufgabe war es, die Marinen auf die NATO vorzubereiten.

Um die Marinen zur Minenjagd zu spezialisieren, gab das Deutsche Verteidigungsministerium insgesamt 5 Boote der “Lindau”- Klasse an die Baltischen Marinen, unter anderem die ehemalige “Koblenz” an die litauische Marine. Seit 1999 war die ehemalige “Koblenz”, nun unter dem Namen “Suduvis”, eines der  sehr erfolgreichen Boote in der Ostsee bezüglich der Minenjagd. Nun steht die Ausserdienststellung an, das Boot ist 1959 gebaut, hat nun 60 Jahre “auf dem Buckel”, und diese mit einer wirklichen Erfolgsgeschichte.

 Aus diesem Grund will die hiesige Marine das Boot nicht nach Ausserdienststellung verschrotten, sondern als Museumsschiff erhalten.

Dies in enger Zusammenarbeit mit der hiesigen Stadtverwaltung, an der Spitze

sehr aktiv, dem Buergermeister der Stadt.

 Ich schreibe Ihnen dies, weil ich mir vorstellen kann, dass Ihre Kameradschaft sich sicher gerne an

das frühere sehr gute partnerschaftliche Verhältnis zur Besatzung der “Koblenz” erinnert,

vielleicht auch ehemalige Besatzungsangehörige der “Koblenz” Mitglied Ihrer Kameradschaft sind,

und nun erfahren können, dass ihre ehemalige “Marineheimat”, die “Koblenz”, erhalten bleibt

als nun gemeinsames Denkmal der deutschen wie auch der litauischen

Marinegeschichte.

Ich habe ebenfalls Ihren Oberbürgermeister informiert, dies auf Wunsch des Buergermeisters der Stadt Klaipeda,

der sich vorstellen kann, dass zwischen beiden Städten aus diesem Grund vielleicht ein partnerschaftliches Verhältnis erwachsen kann.

Auch den DMB sowie die ehemalige Bauwerft werde ich in Kenntnis setzen.

 Das deutsche Verteidigungsministerium hat  diesem Projekt zugestimmt

und unterstützt die Planungen.

 

Wenn Sie interessiert sind, werde ich Sie gerne über den weiteren Ablauf dieser

Planungen auf dem laufenden halten.

 

Herzliche Grüsse aus Klaipeda,

Ihr

Dirk Bohlmann

FKpt a.D.

 

Mazvydo al. 9-4

LT 92136 Klaipeda

Litauen

+370 69973946 (mobil)

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dirkbohlmann1@gmail.com

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